Über uns – Das Cartell Rupert Mayer

Gemeinschaft im Glauben. Freundschaft im Handeln. Verantwortung in Kirche und Gesellschaft.

Glaube, Freundschaft und Verantwortung als gemeinsames Fundament

Was uns verbindet

Das Cartell Rupert Mayer vereint selbstständige katholische Gemeinschaften, die ihren Glauben leben, Verantwortung übernehmen und christliche Werte in die Gesellschaft tragen. Im Mittelpunkt steht eine bedingungslose Freundschaft – getragen von Begegnung, Austausch und gemeinsamem Handeln.

Struktur auf einen Blick
  • Eine Vielzahl von Freundeskreisen in ganz Deutschland
  • Bundesweit vernetzt
  • Jährliches Treffen aller Freunde auf der Cartellversammlung

Wie das Cartell organisiert ist und was es verbindet

Aufgabe & Struktur des Cartells

Das Cartell Rupert Mayer ist ein Zusammenschluss selbstständiger katholischer Gemeinschaften, die sich in ganz Deutschland organisiert haben. Diese Freundeskreise – meist Gilden, aber auch Bünde oder Gemeinschaften – sind regional verwurzelt und zugleich bundesweit miteinander verbunden.

Ziel des Cartells ist es, den Austausch zwischen den Gruppen zu fördern, gemeinsame Projekte zu ermöglichen und christliche Werte in Kirche und Gesellschaft sichtbar zu machen. Dabei bleibt jede Gemeinschaft eigenständig, ist aber Teil eines größeren Netzwerks.

Ein zentrales Element ist das gemeinsame Jahrestreffen, das den persönlichen Austausch stärkt und die Verbundenheit im Cartell lebendig hält.

Das Cartell lebt von seinen einzelnen Gemeinschaften – ihren Begegnungen, ihrem Glauben und ihrem Engagement vor Ort.

Begegnen. Bekennen. Bewegen.Begegnen. Bekennen. Bewegen.

Icon zweier Hände

Begegnen

Glaube lebt von Beziehung und gemeinsamer Erfahrung. In der Begegnung entstehen Freundschaft, Vertrauen und gegenseitige Verantwortung – getragen von Offenheit, Verlässlichkeit und dem Miteinander im Glauben.

Icon einer Hand, die eine Gruppe Leute hält.

Bekennen

Wir leben und bekennen unseren Glauben im Alltag. Im Gottesdienst, im Austausch und in der gemeinsamen Reflexion stärken wir unsere Überzeugung und lassen uns dabei vom Vorbild Pater Rupert Mayers leiten.

Icon zweier Personen, die sich ein High Five geben.

Bewegen

Wir übernehmen Verantwortung in Kirche und Gesellschaft. Durch unser Handeln bringen wir christliche Werte ins öffentliche Leben ein und setzen Impulse – getragen von unserem Glauben und unserer Gemeinschaft.

Von den Anfängen bis heute

Geschichte des Kartells

Die meisten der heute im Cartell Rupert Mayer verbundenen Gruppen haben ihren Ursprung in der Nachkriegszeit. In den Jahren 1946 bis 1949 kam es zu Gründungen in Hamburg, Frankfurt, München und Regensburg. In den darauffolgenden Jahren entstanden weitere Gemeinschaften, insbesondere in den Städten des Ruhrgebiets.

Zugleich schlossen sich auch Gruppierungen an, deren Wurzeln noch weiter zurückreichen – etwa in Berlin (1921) und Münster (1926). So entwickelte sich das Cartell über die Jahre zu einem Netzwerk selbstständiger Gemeinschaften, die durch gemeinsame Werte und Ziele miteinander verbunden sind.

Nach der deutschen Wiedervereinigung kam es zu Neugründungen in Leipzig, Dresden, Weimar und Schwerin. Die St. Gottschalk-Gilde in Schwerin, gegründet 2013, ist neben dem Club Berlin heute noch die einzige aktive Gruppe in den östlichen Bundesländern.

Der Name des Cartells ist untrennbar mit einer Persönlichkeit verbunden, die Glaubensstärke, Haltung und Verantwortung in besonderer Weise verkörpert:

Pater Rupert Mayer.

Das Pater-Rupert-Mayer-Gebet

Das folgende Gebet ist im Erzbistum München-Freising und im Cartell Rupert Mayer als Pater-Rupert-Mayer-Gebet bekannt:

Herr, wie Du willst, so will ich geh’n,
und wie Du willst, soll mir gescheh’n.
Hilf Deinen Willen nur versteh’n.
Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit,
und wann Du willst, bin ich bereit.
Heut und in alle Ewigkeit.
Herr, was Du willst, das nehm‘ ich hin,
und was Du willst, ist mir Gewinn.
Genug, dass ich Dein Eigen bin.
Herr, weil Du’s willst, d’rum ist es gut,
und weil Du’s willst, d’rum hab‘ ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht.

Namensgeber, Vorbild und Wegweiser – Stationen eines Lebens im Dienst von Glauben und Menschlichkeit

Pater Rupert Mayer

Pater Rupert Mayer SJ (1876–1945) war Jesuit, Seelsorger und einer der bedeutendsten katholischen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Sein Leben steht für Mut, Glaubensstärke und unerschütterliche Haltung – Werte, die das Cartell bis heute prägen. Sein Lebensweg ist geprägt von tiefer Glaubensüberzeugung, sozialem Engagement und mutigem Widerstand gegen Unrecht.

1876–1900

Kindheit, Ausbildung und Priesterweihe

23. Januar 1876
Geburt in Stuttgart

1894
Abitur in Ravensburg

1894–1898
Theologiestudium in Freiburg (Schweiz), München und Tübingen

02. Mai 1899
Priesterweihe in Rottenburg; anschließend Vikar in Spaichingen

01. Oktober 1900
Eintritt in den Jesuitenorden in Feldkirch

1901–1913

Jesuitenorden, Studien und Mission

1901–1904
Philosophisch-theologische Studien in Valkenburg

1904–1905
Assistent des Novizenmeisters in Tisis

1905–1906
Tertiat in Wijnandsrade

1906–1911
Volksmissionar in den Niederlanden, im Deutschen Reich, in Österreich und in der Schweiz

02. Februar 1911
Ablegung der Letzten Ordensgelübde

08. Januar 1912
Ankunft in München; Seelsorger für katholische Zuwanderer

29. Juni 1914
Mitbegründung der Kongregation der Schwestern von der Heiligen Familie in München

1914–1918

Jesuitenorden, Studien und Mission

22. August 1914
Nach Freiwilligenmeldung Feldgeistlicher in einem Feldlazarett

08. Januar 1915
Divisionspfarrer im Elsass, in Galizien und in Rumänien

30. Dezember 1916
Schwere Verwundung im Sultatal (Rumänien) und Amputation des linken Beines

1919–1932

Seelsorge und Wirken in München

28. November 1921
Präses der Marianischen Männerkongregation am Bürgersaal in München

04. Dezember 1921
Die Jesuiten übernehmen wieder die Seelsorge in St. Michael in München; Pater Rupert Mayer wirkt dort als Prediger, Caritas-Apostel und Beichtvater

15. August 1925
Einführung der Bahnhofsgottesdienste in München

16. Juli 1926
Ernennung zum Präfekten und Kirchenvorstand am Bürgersaal in München

1933–1939

Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Verfolgung

1933–1938
Ausgedehnte Predigttätigkeit in München und mutige Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

07. April 1937
Redeverbot durch die Gestapo-Zentrale in Berlin für das gesamte Reichsgebiet

05. Juni 1937
Erste Verhaftung wegen Nichtbeachtung des Redeverbots

22./23. Juli 1937
Öffentliche Hauptverhandlung vor dem Sondergericht München; Verurteilung zu sechs Monaten Gefängnis

05. Januar 1938
Zweite Verhaftung wegen Nichtbeachtung des Redeverbots

03. Mai 1938
Vorzeitige Entlassung aufgrund der „Österreich-Amnestie“

15. September 1938
Ablegung der feierlichen Professgelübde in der Kreuzkapelle in St. Michael

03. November 1939
Dritte Verhaftung wegen Wahrung des Beichtgeheimnisses

1939–1945

KZ, Hausarrest und letzte Lebensjahre

23. Dezember 1939
Überführung in das KZ Sachsenhausen

07. August 1940
Wegen seines Gesundheitszustands aus dem KZ Sachsenhausen entlassen; Verlegung ins Kloster Ettal und Hausarrest

06. Mai 1945
Beendigung des Zwangsaufenthaltes in Kloster Ettal durch die US-Armee

11. Mai 1945
Rückkehr nach München

27. Mai 1945
Aufruf zur Mitarbeit beim Neuaufbau beim Hauptfest der Marianischen Männerkongregation in St. Ludwig

01. November 1945
Schlaganfall während der Heiligen Messe in der Kreuzkapelle von St. Michael; Tod wenig später im Krankenhaus Josefinum

04. November 1945
Beisetzung auf dem Ordensfriedhof der Jesuiten in Pullach bei München

1948–1987

Verehrung, Überführung und Seligsprechung

03. Mai 1948
Überführung der sterblichen Überreste in den Bürgersaal in München

26. Juni 1950
Kardinal Faulhaber eröffnet den diözesanen Informationsprozess für die Seligsprechung

03. Mai 1987
Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. im Olympiastadion in München

Interesse an Gemeinschaft & Austausch?

Wenn Sie auf der Suche nach einer Gemeinschaft sind, die vom katholischen Glauben getragen ist und Offenheit sowie Dialog lebt, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.