
Erzbistum Berlin- Sebastian Hänel
Über uns
Name und Hintergrundinformationen
Der Club Berlin nannte sich bei seiner Gründung „Klub Glückauf“. Sein Ziel war und ist es bis heute die Zusammenführung und gegenseitige Unterstützung engagierter Katholiken insbesondere in Wirtschaft und Gesellschaft. Jedes Treffen stand unter einem Sinnspruch. Der erste lautete: „Frisch und mutig dran, und wenn es nicht gleich gerät, mach´s wie der Ackermann, der froh die Hoffnung sät.“
Geschichte mit Tiefe
Geschichte/Gründungsdatum
Der Club Berlin wurde am 21. Dezember 1921, also vor mehr als 100 Jahren, gegründet. Der Freundeskreis wuchs kontinuierlich. Im Juni 1923 hatte er 15 Mitglieder, im August 1926 bereits 27. Eine Spaltung wegen persönlicher Auseinandersetzungen im Oktober 1928 hielt die Entwicklung nicht auf. Der an den traditionellen Werten festhaltende Teil nannte sich seit Februar 1929 „Club Berlin“. Er zählte 1931 schließlich 44 Mitglieder. Der seit 1930 amtierende Berliner Bischof Christian Schreiber empfing die Gruppe im November 1931 und zeigte sich glücklich, dass es gelungen war, auf katholischer Seite eine solche Organisation aufzubauen. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass sich in Hannover, Hildesheim, Bremen, Kassel und Münster nach ihrem Vorbild „Fugger-Gesellschaften“ bildeten, die unter der Bezeichnung „Bund der Brüder“ zusammenwirkten.
Das Verbot katholischer Verbände durch die Nationalsozialisten unterlief der Club Berlin, indem er sich in „Tischgesellschaft Berlin“ umbenannte. Deren letztes Treffen fand noch im April 1945 wenige Tage vor der Besetzung Berlins statt. Nach dem Krieg traf man sich zum ersten Mal am 16. Januar 1946 wieder.
1946 hatten sich in München und 1949 in Hamburg, Regensburg und Frankfurt „christliche Logen“ gebildet, die sich im Juli 1949 bei einem Treffen auf Schloss Hautzenstein bei Regensburg zum „Cartell christlicher Logen“ zusammenschlossen. Teil dieses Cartells können nur Freundeskreise werden, die ihre Mitglieder auf das in den „Hautzensteiner Beschlüssen“ formulierte Gelöbnis verpflichten. Darin wird ein Leben nach den Geboten Gottes und den Vorschriften der Kirche sowie dem Naturrecht versprochen und die Bereitschaft, für die dementsprechende Ordnung in allen Bereichen des Zusammenlebens einzutreten. 1951 wurde der Club Berlin auf Antrag der Thomas-Gilde Hamburg in das Cartell aufgenommen. Seit 1954 führt dieses den Namen „Cartell Rupert Mayer“.
Bis zur Wiedervereinigung gehörten dem Cartell nur Männer an. Um die Aufnahme des schon in der DDR gegründeten Edith-Stein-Kreises in Weimar zu ermöglichen, eröffnete das Cartell den Mitgliedsgilden die Möglichkeit, auch Frauen aufzunehmen. Hiervon machte der Club Berlin 1995 Gebrauch, indem er zunächst drei Frauen aufnahm, die nach ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Stellung voll dem Profil des Cartells entsprachen und die als Ehefrauen von Mitgliedern dem Club schon verbunden waren. Damit war das Eis gebrochen. Seither sind zahlreiche Frauen in verantwortlicher Position zu uns gestoßen.

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Logo des CLUB BERLIN
Was zeichnet den Freundeskreis aus?
Im Club Berlin haben sich über 30 katholische Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen zusammengefunden. Sie haben feierlich versprochen, nach den Geboten Gottes und der Lehre der Katholischen Kirche zu leben und sich für eine auf diesen Grundlagen aufbauende zeitgemäße Ordnung der Kirche und Welt einzusetzen. Sie wollen freundschaftlich zusammenstehen und sich gegenseitig immateriell fördern und unterstützen. Sie bekennen sich zur Verschwiegenheit in gemeinsamen vertraulichen Angelegenheiten. Ein hoher Anspruch, den die Mitglieder des Club Berlins im Wissen um persönliche Grenzen ganz unverkrampft zu erfüllen versuchen.
SEIT 1921
eine katholische Stimme in Berlin.