| aus dem Cartell |

Plenargeläut der Glocken der Domkirche St. Eberhard, Stuttgart

Erstes Plenargeläut der Glocken der Domkirche St. Eberhard, Stuttgart, des Bistums Rottenburg-Stuttgart am 7. Oktober 2018

Das neue Glockengeläut der Domkirche St. Eberhard wird durch eine Glocke mit dem Ton „c“ ergänzt, die unserem Namenspatron Pater Rupert Mayer SJ gewidmet ist.

Auf der Glocke ist neben einem Halbprofil des Jesuitenpaters auch folgende Inschrift Eingegossen:

„+SEL. RUPERT MAYER SJ 1876-1945 ICH WÜRDE NOCH VIEL SCWERER LEIDEN, WENN ICH SCWEIGEN MÜSSTE.“

St. Eberhard war die Heimatpfarrei von Rupert Mayer. Hier ist er Messdiener gewesen, zur ersten hl. Kommunion gegangen und hat hier die Firmung empfangen. Mit Pater Ruppert Mayer wurde eine zweite neue Glocke zu Ergänzung des Gesamtgeläuts dem früheren Staatspräsidenten von Württemberg Eugen Bolz gewidmet, der 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.

Das erste Anläuten der neuen Glocken war für die Stauffergilde, Stuttgart, und verschiedene Gildemitglieder aus dem Norden und Westen des Cartells Grund genug, nach Stuttgart zu kommen und an dem feierlichen Hochamt mit dem Diözesan-Bischof Dr. Fürst teilzunehmen. Mit 35 Gildemitgliedern war das Cartell gut vertreten.
In dem Festhochamt, an dem auch SKH Herzogin und Herzog von Württemberg teilnahmen, erklang zum Gloria das Plenargeläut mit einer Wucht und einem Klang der sechs Glocken, das der Jubel der Orgel und des Chores kaum dagegen ankamen.
Das Cartell war vorher vom Hausherrn der Domkirche Msgr. Dr. Hermes begrüßt worden, der sich für die großzügige Spende des Cartells bedankte.

Glocken sind Instrumente des Gottesdienstes. Deshalb werden sie auch rituell ihrer Bestimmung gewidmet und gesegnet.
Diese Bestimmung und der Segen standen – gedanklich - im Mittelpunkt der Feier:

„Voll Vertrauen bitten wir Dich: Segne diese Glocken, die Dein Lob verkünden. Sie sollen Deine Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigenmahnen, die Mutlosen aufrichten, die Trauernden trösten, die Glücklichen erfreuen und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten.

Segne alle, zu denen der Ruf dieser Glocken dringen wird, und führe so Deine Kirche von überallher zusammen in Dein Reich“

Friedrich Schiller sieht das erste Geläut in seinem Gedicht „die Glocke“ etwas profaner, aber mit einer deutlichen Mahnung, die uns auch heute gilt:

„Freude dieser Stadt bedeute, Friede sei ihr erst Geläute.“

Das wünschen wir der Kirche und der Stadt Stuttgart.

Willkommen im Cartell Rupert Mayer Mitgliederbereich

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