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Cartellfreund Thomas Sternberg neuer Präsident des ZdK

„Ich hoffe, dass wir dich mit unseren guten Wünschen ans Ziel bringen“ hatte Altvorsitzender J. van Schewick auf der Kapitelsitzung in Dortmund Thomas Sternberg zugerufen. In der Sitzung, in der Thomas Sternberg die Cartellfreunde zur Teilnahme am 100. Katholikentag nach Leipzig einlud, wurde die Kandidatur des Münsteraners für das Spitzenamt im Laiengremium der Katholiken Deutschlands bekannt.  

Am Mittag des 20. Novembers ging es über alle Sender und am folgenden Samstag berichtete die deutsche Presse: Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg ist der neue Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK). Er erreichte überraschend bereits im ersten Wahlgang eine deutliche Mehrheit. 

Mit einer programmatischen Rede konnte Thomas Sternberg die Vollversammlung in Bad Godesberg beeindrucken. Dabei formulierte er neben kritischen und selbstkritischen Worten zur Bischofskonferenz und zum ZdK klare Ziele für seine neue Aufgabe. So gelte es neue synodale Strukturen in den Ortskirchen zu verankern, die „Wahrnehmbarkeit der katholischen Stimme“ zu stärken und durch ein ökumenisch verankertes und gemeinsames Auftreten der christlichen Kirchen gesellschaftspolitische Wirkung in einer Zeit des „aggressiven Säkularismus“ zu erzeugen. Mit der Forderung nach dem Diakonat der Frau und der Durchsetzung des Subsidiaritätsprinzips in der Kirche griff Sternberg Forderungen auf, die auf der Cartellversammlung 2014 in Nürnberg unter großem Beifall von Ministerpräsident a. D. Erwin Teufel vorgetragen wurden. Auch aktuelle Bezüge zeichneten seine Stellungnahme aus. „Gerade in Zeiten von Flucht und Terror sind wir gefordert, als Christen Position zu beziehen“, sagte er und betonte , dass vor allem „christliche Frauen und Männer Fachleute im christlich-islamischen Dialog“ seien. 

Zu den ersten Gratulanten des neuen ZdK-Präsidenten gehörten Bundespräsident Joachim Gauck und Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Erfolg und Gottes Segen wünschte Thomas Sternberg auch der neue Cartellvorsitzende H.-Michael Hornberg. Er verband mit seiner Grußadresse den Wunsch, dass mit der Wahl „die Möglichkeit, die Position des Cartells und insbesondere seine Außenwahrnehmung zu festigen und zu steigern aufgegriffen werde sollte“.    

Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg wird seine Funktion als Direktor der kath.-sozialen Akademie Franz Hitze Haus in Münster aufgeben, „um sich voll und unabhängig“ seinem neuen Amt widmen zu können. Er ist seit 1994 Mitglied des Fuggerbundes Münster, war zwei Jahre dessen Vorsitzender und gehört heute dem Vorstand an. Im nordrhein-westfälischen Landtag ist er einer der Architekten des „Schulfriedens“ und genießt bundesweit als  Kulturpolitiker hohes Ansehen. Er ist Mitglied des ZdK als Vertreter des Cartells Rupert Mayer.

Christoph Neuhaus

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