| aus dem Cartell | Karl Schiewerling, Vorsitzender des Fuggerbundes Münster

Begrüßung zur Cartellversammlung durch Fuggerbund-Vorsitzenden Schiewerling

Liebe Freundinnen und Freunde im Cartell Rupert Mayer,

Sehr herzlich begrüße ich Sie zu dem mit viel Liebe von Mitgliedern unseres Fuggerbundes vorbereiteten Abend der Begegnung.

Ich habe heute erstmalig an der Kapitelsitzung teilgenommen und mit großem Interesse aufmerksam zugehört. Mir wurde bewußt, dass wir einige Entscheidungen zur Form und Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen unseren Gilden und im „Cartell Rupert Mayer“ treffen müssen.
Mit unseren Cartell ist es wie mit vielen anderen Organisationen auch:
Die Erkenntnis nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Nazi Barbarei mit Gleichgesinnten auf der Grundlage unseres katholischen Glaubens Gemeinschaften zu bilden, um sich gegenseitig zu bestärken und zu vergewissern wie sie in ihrem Beruf und in ihren gesellschaftlichen Aufgaben aus diesem christlichen Geist wirken können, schaffte eine große Begeisterung. Die anfängliche Begeisterung hat über viele Jahre und Jahrzehnte getragen. Nun stellt sich aber in vielen Gilden und erst recht im gemeinsamen „Cartell Rupert Mayer“ die Frage wie es weitergehen kann, welche Aufgaben sich uns heute stellen und ob die Form und Gestaltung unserer Zusammenkünfte attraktiv ist, um auch jüngere Menschen für unsere Gemeinschaft zu gewinnen.
Ich bin sicher, dass der vielfach anzutreffende Zeitgeist, dass es „um uns vor Ort“ geht und die örtlichen Aufgaben schon genug Kraft kosten und übergeordnete Gremien er lästig sind, kein guter Ratgeber ist. Eine Gemeinschaft wie das „Cartell Rupert Mayer“ lebt auch von der Erfahrung und den Sichtweisen der unterschiedlichen Gilden. Das befruchtet die eigene Arbeit, weitet den sicher geglaubten Horizont und stärkt die ohnehin nicht sonderlich große Gemeinschaft.
Dies erscheint mir umso interessanter, weil im Gegensatz zu anderen Gemeinschaften das „Cartell Rupert Mayer“ als Cartell wohl Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist, aber ansonsten gesellschaftlich oder kirchlich als Institution nicht wirkt. Wir wirken durch unsere Mitglieder in deren jeweiligen beruflichen und ehrenamtlichen gesellschaftlichen oder gesellschaftspolitischen Wirkungsbereichen. Gerade deshalb brauchen wir die vertraute Gemeinschaft.
Das Motto „Begegnen. Bekennen. Bewegen.“ gibt nach meiner festen Überzeugung die richtige Richtung vor. Ich beobachte in vielen Verbänden, dass in dem Maße Debatten über Satzungen, Strukturen, Haushalte und Zuständigkeiten zunehmen, wie zeitgleich die Frage nach der inhaltlichen Arbeit und Aufgabe schwierig zu beantworten ist oder unbeantwortet bleibt. Und in der Tat ist dieses der schwierigere Prozess, verlangt er doch von jedem einzelnen Entscheidungen und Konsequenzen.

Ich bin sicher dass es sich sehr lohnt, mit Blick auf Leben und Wirken von Rupert Mayer, die inhaltliche Ausgestaltung unserer Arbeit in Angriff zu nehmen. Dies gilt nicht nur für den Cartellverband sondern auch für jede einzelne Gilde, die auf der Suche nach eigener Orientierung und Gewinnung von neuen Mitgliedern ist. Denn wir werden Antwort geben müssen was uns und unserer Gemeinschaft prägt. Dabei kann die Beantwortung der Frage, ob eigentlich etwas fehlt wenn es uns nicht gäbe, oder genauer: ob mir etwas fehlt wenn es unsere Gilde vor Ort nicht gäbe, und ob den Gilden etwas fehlen würde wenn es den Zusammenschluss im Cartell nicht geben würde orientierungsgebend sein. Diese Fragen sind unangenehm aber ihre Beantwortung hilft die Zukunft zu gestalten.

Willkommen im Cartell Rupert Mayer Mitgliederbereich

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