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"Ihr seid das Salz der Erde"

Cartell Rupert Mayer auf der Kirchenmeile des
100. Katholikentages

"Katholikentagsfeeling in Leipzig voll da"

Es war eine gute Entscheidung nach Leipzig zu kommen“, stellte Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), in einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ fest und ergänzte: „Dieses Katholikentagsfeeling, diese Mischung aus Beten und Diskutieren, aus Innehalten und Feiern, ist in Leipzig voll da.“ Und mit dabei: Das Cartell Rupert Mayer (CRM). Der Verband katholischer Frauen und Männer, die in Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung oder Kirche besondere Verantwortung wahrnehmen, hat sich in die Reihe der Organisationen eingereiht, die in Leipzig klar bekennen:  „Wir sind katholisch!“ 

„Seht, da ist der Mensch“ - das Leitwort des 100. Katholikentags stellt den Menschen Jesus von Nazareth in den Mittelpunkt, der uns in unseren Geschwistern begegne, betonte Thomas Sternberg in seinem Willkommenswort. „Er kommt uns entgegen vor allem in denjenigen, die unserer Liebe, unserer Fürsorge, unseres Trostes, unserer Solidarität und unserer Barmherzigkeit bedürfen“, führte Cartellfreund Sternberg weiter aus und forderte alle Menschen guten Willens auf, den 100. Katholikentag zu einem großen Fest der Begegnung mit Gott und den Menschen zu machen. 

Und das war es dann auch. Auf vielen hundert Veranstaltungen war die Begegnung mit Gott und der Welt von heute möglich. Als Fahrplan diente ein Taschenbuch mit 640 eng bedruckten Seiten. Am Hochfest Fronleichnam waren zum Beispiel über 300 Veranstaltungen im Angebot. Daneben war permanent an vielen Orten Kommunikation und Information, Meditation und Relaxing möglich.

Kirchenmeile war Ausdruck katholischer Vielfalt

Ein zentraler Ort war die Kirchenmeile des Katholikentags. Auf dieser großen Aktionsfläche mitten in Leipzig, am Platz der Friedlichen Revolution in direkter Nachbarschaft zur neuen Propsteikirche St. Trinitatis präsentierten sich an mehr als 250 Ständen Bistümer, Verbände, Vereine, Hilfswerke, Ordensgemeinschaften, Verbindungen, Medienhäuser und Initiativen. Hier war die Vielfalt des kirchlichen Lebens und des Katholizismus in Deutschland erlebbar.  

Die Kirchenmeile war nicht nur ein Angebot an die Teilnehmenden des Katholikentags, sondern an die Leipzigerinnen und Leipziger und die Gäste der Stadt.  An der Brüderstraße (Nord) inmitten von Berufsverbänden und Pilgerwerken war der Stand-platz  des CRM. In unmittelbarer Nachbarschaft der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), der Kirchengewerkschaft und der Bundesgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen (!). Der Standort war zwar keine gute Lauflage, das interessierte Fachpublikum war aber gut vertreten, da das angenehme Wetter zum Rundgang einlud. Und so gab es viele Reaktionen und Gespräche. „Wer seid ihr überhaupt?“ „Rupert Mayer - kommt ihr aus München?“ „Was ist ein Cartell?“ Das waren wohl die häufigsten Fragen, auf die die Cartellfreundinnen und -freunde des CRM-Standes gern antworteten. „Was heißt ‚begegnen, bekennen, bewegen‘?“ Diese Frage, war ein guter Anknüpfungspunkt zur Darstellung des Selbstverständnisses des Cartells. Bei einem Becher guten Kaffees (nach der Rezeptur der Pfarrhaushälterinnen) oder einem Glas Mineralwasser konnten zahlreiche Gespräche geführt werden. Dabei wurde das Kernteam, dem Monika Appler, Michael Jochim, Otto Möllenhoff, Bernd Sicken und Christoph Neuhaus angehörten, temporär durch Barbara Konrad, Martin Henn und Josef Schneiders unterstützt. Kapitelvorsitzer Hans-Michael Hornberg mußte aus persönlichen Gründen seine Mitwirkung kurzfristig absagen. 

CRM erstmals mit neuen Medien

Auffallend auf der Kirchenmeile waren die neuen CRM-Bannerdisplays, also größere Fahnen-aufsteller mit den Leitworten des Cartells. Sehr positiv wurde von den Gästen das neue Faltblatt des CRM aufgenommen, das in einer professionellen Gestaltung Auskunft über das Cartell, über Rupert Mayer und über die Freundeskreise gibt. Beliebt waren als Give Aways kleine Tütchen mit Meersalz und der Aufschrift „Ihr seid das Salz der Erde“.  Mit diesem Bibelzitat konnte das CRM-Leitmotiv „Bewegen“ sehr gut „transportiert“ werden. Papst Franziskus hatte in seiner überraschenden Videobotschaft zum Katholikentag betont, dass „es nicht das Machen und der äußere Erfolg ist, der zählt, sondern die Fähigkeit, stehen zu bleiben, hinzuschauen, aufmerksam zu sein gegenüber dem Mitmenschen und ihm zu geben, was ihm wirklich fehlt“. Bewegen mit Taten mehr als mit Worten! 

Eine junge Journalistin des Bayrischen Rundfunks nahm die Leitworte auf dem Display zum Anlass für Nachfragen. Sie führte dann zur Vorbereitung eines Rundfunk-Features zum Thema „(Kirchen-)Reichtum verpflichtet“ ein Interview mit den anwesenden Freunden Jochim, Möllenhoff und Neuhaus.  

Das zehnseitige Standtagebuch macht die Vielfalt der Kontakte deutlich. Dort wird auch der Besuch von zahlreichen Freundinnen und Freunden verzeichnet. Höhepunkt war der Besuch des Cartellfreunds Thomas Sternberg mit seiner Frau Angelika Lemmen-Sternberg. Sternberg bedankte sich beim Cartell für die Unterstützung seiner Arbeit und die erste Präsenz auf der Kirchenmeile eines Katholikentages. 

Cartellfreunde als Mitwirkende des Katholikentages 

In verschiedenen Funktionen nahmen zahlreiche andere Cartellfreundinnen und -freunde am Katholikentag in Leipzig teil. Es soll hier nicht die hervorragende Mitwirkung unseres Cartellfreundes Erzbischof Reinhard Kardinal Marx beschrieben werden. Als Hauptzelebrant und Prediger des Hauptgottesdienstes unter dem Leitwort „Gott, der den Menschen sieht“ haben ihn viele Menschen in den Rundfunk- und Fernsehübertragungen erlebt.

Auch Cartellfreund Thomas Sternberg war als Präsident des ZdK medial sehr präsent während des katholischen Laientreffens. Einen großen Eindruck gemacht haben seine Ansprachen bei der Eröffnungsfeier und beim Hauptgottesdienst. Eine sehr positive Aufnahme fand auch seine konsequente Position zum Ausschluss der "AfD" von den Podien und Foren des Katholikentags. 

Zahlreiche Freunde waren auch an den Ständen von Bistümern, Orden und Berufsverbänden aktiv beteiligt. 

Beispielhaft soll kurz über die Mitwirkung des Cartellfreundes Georg Steins  berichtet werden. Der an der Universität Osnabrück lehrende Bibelwissenschaftler hatte in der „Bibelwerkstatt“ in der Anton-Philipp-Reclam-Schule drei Veranstaltungen angeboten. Alle Termine waren  trotz Raumverlegung schon vor Beginn „überbelegt“. Im Seminar „Der neue Mensch - Wunder der Bibel verstehen“ nutzte der Hochschullehrer als Impuls einen Songtext von Konstantin Wecker, mit dem er an die gewöhnliche Lebenserfahrung anknüpfte: 

„Auf der Suche nach dem Wunderbaren war ich meistens aller Wunder bar 
und ich musste oft erfahren,  dass nur selten etwas Wunder war.“

Mit Zitaten aus dem Markus-Evangelium entwickelte er für seine Hörerschaft ein sehr brauchbares Konzept zum biblischen Wunderverständnis. Das Wunder sei „ein Element innerhalb einer (Gebets-)Beziehung zwischen Gott und Mensch, eine ‚Beziehungstat‘ also“. Der Mensch als Glaubender rufe Gott in der „Not“ an und erfahre dann eine „Rettung“. Diese sei aber kein isoliertes Faktum. Mehrmals betonte Steins die Alltäglichkeit des Wunders. Im anschließenden Gespräch war der Beitrag eines Mediziners aus Leipzig sehr bewegend, der berichtete, dass er mit vielen Schwerkranken zu tun habe und diese bisweilen frage: „Glauben sie eigentlich an Gott?“ 

Glaube als Therapie? Heilung als Wunder? Sehr nachdenklich, aber besser orientiert und bereichert verließen  die Teilnehmer den Seminarraum. Georg Steins hatte etwas „bewegt“. Auf dem 100. Katholikentag gab es neben Gottesdiensten, Gebetsfeiern, Podien, Foren, Konzerten und Werkstätten auch viele solcher inspirierenden Veranstaltungen und Momente. 

Gut, dass das Cartell Rupert Mayer und vor allem auch zahlreiche seiner Mitglieder aktiv dabei waren. "Wir sind uns begegnet, wir haben uns bekannt und wir haben geholfen, dass sich etwas bewegt", heißt es in der abschließenden Bewertung des CRM-Teams. Der 101. Katholikentag findet übrigens vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster statt, der Stadt des westfälischen Friedens.

 

Christoph Neuhaus

Willkommen im Cartell Rupert Mayer Mitgliederbereich

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