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Wenn Laien zu Wort kommen – Ein außergewöhnlicher Dienst

In der Kirchensprache sind „Laien“ Christen ohne Priesterweihe. Predigen dürfen sie nicht – also während des Gottesdienstes die Texte der Heiligen Schrift verbindlich auslegen. „Auf kirchenrechtliche oder gar disziplinarische Auseinandersetzungen hatte niemand Lust“, schreibt Herbert Fendrich, Mann der ersten Stunde im Ansprachekreis von St. Josef, im Vorwort.

Aber ein individuelles Glaubenszeugnis geben, gewachsen in der Gemeinschaft des Ansprachekreises – das war möglich. Insgesamt haben sich in den 20 Jahren 16 Gemeindemitglieder für dieses Ehrenamt zur Verfügung gestellt. Generalvikar Klaus Pfeffer, der die Anfänge der Gruppe als Kaplan in Essen-Frintrop miterlebt hatte, stellt dem Buch ein Begleitwort voran und stärkt der Laienbewegung den Rücken: „Ich schaue heute mit großem Respekt auf den Ansprachekreis – Gottes Geist, so meine ich, ist da sehr kräftig am Werk.“ Was die Gemeinde praktiziere, passe zum Veränderungsprozess im Bistum Essen, der den Kirchenmitgliedern neue Möglichkeiten eröffnen will, den Gottesdienst durch eigene Ansprachen und persönliche Glaubenszeugnisse zu bereichern.

Herbert Fendrich, Arnd Brechmann, Markus Weckesser (Hg.), Wenn Laien zu Wort kommen. Ein außergewöhnlicher Dienst. Freiburg: Verlag Herder 2015. ISBN 978-3-451-34835-8. 19,90 Euro.

Freundliche Grüße und Glück auf

Arnd Brechmann

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