| aus den Freundeskreisen | Dr. Werner Zeißner

Wechsel im Amt des Geistlichen Beirats der Kaiser-Heinrich-Gilde Bamberg

Am 3. Juli 2017 gab Prälat Alois Albrecht im Rahmen einer Eucharistiefeier in der Nagelkapelle des Bamberger Domes sein Amt als Geistlicher Beirat der Kaiser-Heinrich-Gilde ab, das er seit dem 1. März 1988 innegehabt hatte. Alois Albrecht, geboren 1936 und 1962 zum Priester geweiht, war als langjähriger Diözesan-Jugendseelsorger und Pionier des Neuen Geistlichen Liedes sowie als Pfarrer von St. Gangolf und St. Martin in Bamberg bereits einer der profiliertesten Geistlichen der Erzdiözese Bamberg, als er 1987 in das Metropolitankapitel gewählt wurde. Im folgenden Jahr übernahm er auf Veranlassung von Domdekan Dr. Helmut Kittel das Amt des Geistlichen Beirats der Kaiser-Heinrich-Gilde, die mit großer Freude den Aufstieg von Alois Albrecht in die Ämter des Generalvikars (1990-2006) und Domdekans (1996-2006) sowie die Würden des Päpstlichen Ehrenprälaten (1991) und des Apostolischen Protonotars (2000) erlebte. Auch die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Januar 2006 war ein weiterer Grund, sich mit dem Geehrten und seinem Lebensziel, nämlich einer zeitgemäßen Verkündigung des Evangeliums, zu identifizieren.

Prälat Albrecht blieb neben seiner Seelsorge- und Verwaltungstätigkeit und verstärkt nach dem offiziellen Eintritt in den Ruhestand stets kreativ und verfasste zahllose geistliche Lieder, Texte und Meditationen. Besondere Erwähnung verdient die am 12. Mai 2017 in der Münchener Bürgersaalkirche, der Grabkirche von Pater Rupert Mayer, uraufgeführte Marienkantate. So erwarb sich Alois Albrecht mit Recht den Ruf eines „Poeten des Dombergs“ und hat in den knapp drei Jahrzehnten seit 1988 durch seine Predigten und Andachten den Freundeskreis der Kaiser-Heinrich-Gilde spirituell mitgestaltet und geprägt. In seiner Abschiedspredigt in der Nagelkapelle beklagte Prälat Albrecht den Verlust traditioneller Werte, wie er in der Gesetzgebung zur „Ehe für alle“ zum Ausdruck kommt, und betonte die zentrale Bedeutung des Auferstehungsglaubens als Lebensgrundlage für Christen.

Nachfolger von Prälat Albrecht – übrigens Konzelebrant bei der Eucharistiefeier am 3. Juli 2017 – ist der Leiter des Seelsorgeamtes im Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg, Domkapitular Prof. Dr. Peter Wünsche (Jahrgang 1954), der zwar an diesem Tag erst in die Kaiser-Heinrich-Gilde aufgenommen wurde, jedoch aus zwei Gründen mit ihr schon seit vielen Jahren in Verbindung stand: Zum einen ist er Sohn des im Dezember 2016 verstorbenen Gildefreundes und Landtagsabgeordneten Paul Wünsche, zum anderen gehörte sein akademischer Lehrer Prälat Prof. Dr. Franz Kohlschein 25 Jahre lang bis zu seinem Umzug nach Paderborn zu den Stützen des Bamberger Freundeskreises. So gilt unser Gebet, der neue Geistliche Beirat möge entsprechend dem Wortlaut des von Alois Albrecht verfassten Liedes „Kleines Senfkorn Hoffnung“ mithelfen, dass der Baum der Kaiser-Heinrich-Gilde reiche Früchte trägt. Ein erster Anlass für einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft ist die Tatsache, dass am 3. Juli 2017 mit Arno Gunzelmann, Inhaber eines Dentallabors, und der Studiendirektorin i. R. Renate Zeißner sich zwei weitere Kandidaten in die Gilde eingereiht haben. Daher konnte 1. Vorsitzender Dr. Norbert Ruß seinen herzlichen Dank an Prälat Albrecht mit der Begrüßung der neuen Mitglieder verbinden.

28.08.2017
Dr. Werner Zeißner

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