| aus den Freundeskreisen | Alfons Bickmann, Meinwerk-Gilde Paderborn

Die Meinwerk-Gilde Paderborn zu Besuch in Osnabrück

Die diesjährige Herbstfahrt unserer Gilde führte uns nach Osnabrück zu Bischof Franz-Josef Bode , früher Weihbischof in Paderborn und dauerhaft Bruder bzw. Schwager unserer Gildefreunde Bickmann. Nach langer Vorplanung hatte uns Bischof Bode in seinem prall gefüllten Terminkalender einen ganzen Tag eingeräumt. Bei den Vorbesprechungen machte er deutlich: Diese Einladung an die Gilde sollte auch die Wertschätzung ausdrücken für das Bemühen der Mitglieder von Gilde und Cartell, aus dem Glauben heraus in Kirche und Gesellschaft hinein zu wirken.

Am 11. September begrüßte im Bischofshaus Bischof Franz-Josef mit erkennbarer Freude die Mitglieder der Gilde, darunter gute Bekannte aus seiner Heimat Paderborn. Nach einer kurzen Übersicht über das Bistum Osnabrück und seine Besonderheiten führte er uns hinüber zum Dom, um uns seine Bischofskirche in ihrer beeindruckenden romanischen Bauweise vorzustellen.Treffend beschrieb er den Eindruck , den das Gotteshaus auf die Gläubigen macht: Der Aachener Dom ist prächtig, der Kölner Dom ist mächtig, der Osnabrücker Dom ist andächtig.

Der Domschatz allerdings vereinte dann alle 3 Adjektive, davon konnten wir uns bei einer Führung durch das Diözesanmuseum überzeugen. Fast andächtig betrachteten wir die eindrucksvollen Exponate. Wertvolle Kunstschätze werden in der besonders gestalteten Schatzkammer angemessen präsentiert. Beim Gang zum Mittagessen konnten wir ein wenig Ausblick halten auf die sehenswerte Altstadt Osnabrücks, dem Tagungsort für die Verhandlungen, die nach dem 30-jährigen Krieg zum Westfälischen Frieden führten. Im Gasthaus „Alte Post“ genossen wir das gemeinsame Mahl und die Gespräche mit Bischof Bode.

Die Gestaltung des Nachmittags hatte Bischof Franz-Josef unter das Thema gestellt: “Kirche im Umbau“. Er erläuterte einerseits seine Gedanken zur strukturellen Umgestaltung der Pfarreien im Bistum und führte uns andererseits zu zwei Kirchen, die durch gelungene Ein- und Umbauten neben ihren Aufgaben als Gotteshäuser zur Feier der Hl. Messe weitere Aufgaben erfüllen: In St. Josef, einer Kirche riesigen Ausmaßes, wurde ein Gemeindezentrum integriert, ohne dem Kirchenraum seine Ausstrahlung zu nehmen. In der Kirche Heilige Familie wurde in überzeugender Weise ein Kolumbarium in einem in einem Umlauf der Rundkirche errichtet. Die Gemeinden waren von Anfang an in die Planungen eingebunden. Die Veränderungen werden auch deshalb von den Gläubigen gut geheißen und angenommen. Die Idee von Kirche und Friedhof unter einem Dach hat durch die überzeugende Gestaltung auch bei uns Gefallen gefunden.

 

Zum Abschluß des Tages feierte Bischof Bode mit uns in der Kapelle des Bischofshauses die hl. Messe. Gestärkt durch Predigt und Sakrament verabschiedeten wir uns und machten uns mit Anregungen für uns in Paderborn auf den Heimweg:

Wir waren beeindruckt von der Zuversicht, mit der dieser Bischof sein Bistum führt und behutsam „umbaut“, was in den besuchten Kirchen exemplarisch Ausdruck findet. Für die Arbeit der Mitglieder der Meinwerk-Gilde in ihren je eigenen Gemeinden hat er manchen Impuls und Anstoß gegeben. Für das Geschenk dieses bereichernden Tages in Osnabrück sind wir Dr. Franz-Josef Bode von Herzen dankbar.

Alfons Bickmann

Willkommen im Cartell Rupert Mayer Mitgliederbereich

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