| Politik/Gesellschaft | Dr. Andreas Fisch

Neue Veröffentlichungen unter Mitwirkung von Mitgliedern des Cartells Rupert Mayer

Unter Mitwirkung von Mitgliedern des Cartell Rupert Mayer sind in sozialethischen Fachpublikationen 2017 zwei Bücher von allgemeinem Interesse erschienen: eines zu den Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik und eines zu sozialen Ungleichheiten in Deutschland. Wir möchten diese Publikationen hier kurz vorstellen, um sie und die darin verhandelten gesellschaftlichen Themen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Neue Veröffentlichung zu den Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik

Zuflucht – Zusammenleben – Zugehörigkeit? Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik interdisziplinär beleuchtet (Reihe Forum Sozialethik 18), hg. von A. Fisch, M. Ueberbach, P. Patenge, D. Ritter, Münster: Aschendorff Verlag, 2017 [Bild des Covers] Bildunterschrift: Die neue Publikation ist im Buchhandel für 24,80 € erhältlich.

1,2 Millionen Menschen haben 2015/2016 Zuflucht in Deutschland gesucht. Die Zuwanderung hat zu einer zum Teil heftigen Debatte geführt. In der neuen Veröffentlichung des Forums Sozialethik werden die Kontroversen interdisziplinär aufgearbeitet. Beiträge des Sammelbandes widmen sich u.a. den Fragen:

  • Wie können Fluchtursachen weltweit wirkungsvoll bekämpft werden?
  • Wie angemessen sind die Sorgen um höhere Kriminalität durch Geflüchtete?
  • Wie verschärft sich die Konkurrenz bei einfachen Arbeitsplätzen?
  • Welche Rolle spielen für eine gelingende Integration Religion, Gastfreundschaft und Leitkultur?
  • Wie verhindern politische Sachzwänge eine ethisch angemessene Praxis?

Diese ethisch höchst brisanten Themenkomplexe sind Gegenstand dieses Bandes und werden sozialethisch, interdisziplinär und stets kontrovers diskutiert, um zu sachlichen Einschätzungen und zu konstruktiven Lösungsansätzen, auch zur Rolle der Kirche, zu gelangen.
Eine Besonderheit der Veröffentlichung sind vier Streitgespräche. Auf 30 Fragen antworten zwei Fachleute mit konträren Sichtweisen. Sie spiegeln damit die Extreme der gesellschaftlichen Kontroverse wider und klopfen die jeweils andere Position zugleich auf argumentative Schwachstellen und blinde Flecken ab.

Auszug dem Inhaltsverzeichnis:

  • Über Entwicklung zur Eindämmung der Fluchtgründe? Einschätzungen zum „Marshallplan mit Afrika“ und seinen Alternativen (Andreas Fisch)
  • Der Beitrag westlicher Demokratien zur Gewalteskalation am Beispiel Libyens (Annett Mutke)
  • Flucht und Migration. Krisenwahrnehmung und die Rolle der Massenmedien (Korbinian Zander)
  • Voraussetzungen für gelingende Integration vor Ort. Bedarfe und Wünsche von Geflüchteten in Erlangen (Andrea Borkowski)
  • Religion als integrationsrelevanter Faktor. Zur Bedeutung des interreligiösen Dialogs für die Integration (Elisabeth Zissler)
  • Streitgespräch III: Zwischen Bereicherung und Bedrohung. Bewertungen von Zuwanderung (Andreas Fisch/Axel Bernd Kunze)
  • Flucht und Kriminalität – zwischen Ressentiments und realen Problemlagen (Christian Walburg)
  • Gesetzestreue – Verfassungspatriotismus – Leitkultur. Wie entwickelt sich Zusammenhalt in einer Einwanderungsgesellschaft? (Andreas Fisch)
  • Rémi Brague, das Fremde und die Identität Europas (Lars Schäfers)

Hinweis: Das komplette Inhaltsverzeichnis und eine Kurzfassung der Beiträge unter: www.kommende-dortmund.de/kommende_dortmund/5-Fachbereiche/43-Wirtschaftsethik/89-Dr.-Andreas-Fisch/32,Publikationen-von-Dr.-Andreas-Fisch.html

Neue Veröffentlichung zu sozialen Ungleichheiten in Deutschland

Markus Vogt/Peter Schallenberg (Hg.): Soziale Ungleichheiten. Von der empirischen Analyse zur gerechtigkeitsethischen Reflexion, Paderborn 2017 [Cover: Soziale Ungleichheiten] Bildunterschrift: Die neue Publikation ist im Buchhandel für 34,90 € erhältlich.

Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik in München, und Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie und Ethik in Paderborn, Leiter der Katholisch-Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach (KSZ) und früherer Kommende-Direktor, geben folgenden Sammelband heraus:

Zahlreiche Studien diagnostizieren weltweit wachsende soziale Ungleichheit. Wie aussagekräftig sind die zugrunde gelegten Parameter? Tendiert der Kapitalismus systemimmanent zu mehr Ungleichheit (Piketty) und ist Ungleichheit »die Wurzel aller Übel« (Franziskus)? Welcher normative Stellenwert soll dem Gleichheitspostulat zukommen?

Empirisch wird untersucht, wie Armut aufgefasst und gedeutet werden kann (Joachim Wiemeyer), wie sich soziale Ungleichheit global darstellt (Elke Mack) und welche Ungleichgewichte die Besteuerung der Arbeitseinkommen vor dem Maßstab einer angemessenen Besteuerung aufweisen (Andreas Fisch).

Anschließend entwickeln die Philosophen und Sozialethiker Stefan Gosepath, Johannes Frühbauer, Udo Lehmann, Markus Vogt und Peter Schallenberg als Moraltheologe unterschiedliche, differenzierte Zugänge, um Ungleichheit in ihren vielen Facetten angemessen zu bewerten.

In den „Konkretionen“ werden dann die Folgerungen für folgende Bereiche gezogen: Erben (Werner Veith), Klimagerechtigkeit (Andreas Lienkamp), Sorgegerechtigkeit (Sonja Sailer-Pfister), Gesundheitssystem (Markus Zimmermann) und im Bildungssystem (Axel Bernd Kunze), sofern Schlussfolgerungen nicht schon in der anderen Beiträgen für Politik und Gesellschaft gezogen werden.

Hinweis: Weitere Veröffentlichungen von Dr. Fisch zu sozialen Ungleichheiten und insbesondere zur Steuergerechtigkeit finden sich unter: www.kommende-dortmund.de/kommende_dortmund/1-Home/819,Neue-Publikationen-zur-sozialen-Ungleichheit--zur-Steuergerechtigkeit.html

Prof. Dr. Peter Schallenberg und Dr. Andreas Fisch sind Mitglied in der Michael-Gilde in Dortmund.

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